Texte

Eine Krise des Werts

19. Juli 2009

Im Gegensatz zur üblichen linken Kritik ist die revolutionäre Kritik des Kapitalismus eine negative. Sie behauptet, dass sich die gegenwärtige Krise verschlimmern wird, welche Maßnahmen auch immer dagegen ergriffen werden. Die Weltwirtschaft als ganze ist eine Blase, die früher oder später mit schrecklichen Konsequenzen für den allergrößten Teil der Menschheit platzen wird – egal wie und von wem sie gemanagt wird. Die negative Kritik des Kapitalismus geht davon aus, dass er irreparabel ist, weil die Krise das direkte Resultat der historischen Überholtheit seiner Grundlage ist: der Wertform.

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Fragmente über die Tage, die Teheran erschüttern

19. Juli 2009

Das System der iranischen Theokratie, das sich als "Islamische Republik" bezeichnet, hat sich in eine verzweifelte Lage manövriert. Seit der Wahlfarce vom 12. Juni ist ein unverhüllter Machtkampf ausgebrochen, in dem die diversen Faktionen des Regimes auf Leben und Tod gegeneinander und zugleich gegen die radikaleren Manifestationen der gesellschaftlichen Unzufriedenheit antreten. Alle Widersprüche, die das theokratische System prägen, liegen nunmehr offen zutage.

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„Präsident Chavez ist ein Werkzeug Gottes“

01. Juni 2007

Für Materialisten ist es nicht die Figur Hugo Chávez oder die seiner wirklichen oder vermeintlichen Berater, die den Schlüssel zum Verständnis der „bolivarianischen Revolution“ darstellt, sondern umgekehrt ist der Grund, warum Chávez an die Macht kommen konnte und als Regierungschef so handelt und redet, wie er es tut, in den historischen Strukturen, den konkreten ökonomischen Interessen und in den sozialen Spannungen Venezuelas zu suchen.

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28 Thesen zur Klassengesellschaft

01. Juni 2007

Der moderne kommunistische Standpunkt, der das Proletariat nicht verewigen, sondern aufheben, das Geld nicht gerechter verteilen, sondern überwinden, den Staat nicht demokratisieren, sondern abschaffen will, nimmt sich neben den zahllosen linken Versuchen, diese gesellschaftlichen Formen menschenfreundlich umzufunktionieren, aberwitzig aus. Im Unterschied zur akademischen Linken weigert sich der kommunistische Standpunkt, die wirkliche Verdinglichung in der Theorie zu wiederholen; wo verwirrte Professoren die Gesellschaft in Begriffen von „Macht“, „Struktur“, „Diskurs“ verdunkeln, sieht er nur das Werk von Menschen, bestimmte historische Formen gesellschaftlicher Praxis, die aufgehoben werden können.

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